Segelclub 1978 Senftenberg e.V.

 

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Jost Bergk - Bericht von der WM 2011

„Nächstes Level"

Hallo liebe Segelfreunde,
wieder einmal ist eine Segelsaison vorüber gegangen und viele von uns blicken auf einen langen Sommer mit vielen schönen, wenn auch oft flauen Segelstunden zurück.
Auch wenn ich aus meiner Sicht diese Saison noch nicht als vollständig „vollendet" betrachte, möchte ich einen kleinen Rückblick auf das bereits Geschehene geben und Ihnen die Gelegenheit bieten, in gewisser Weise, an meinen Erlebnissen und Erfahrungen teilzunehmen.
Dieses Jahr stand persönlich für mich, in Hinsicht auf den Sport, ganz im Zeichen der Vollendung, Veränderung und der Um- und Eingewöhnung. Die letzten Regatten und Höhepunkte der Laser Radial Klasse wurden bestritten, gleichzeitig setzte ich, gemeinsam mit meiner Trainingsgruppe des Landes Brandenburg, den Fokus auf den Umstieg zur Klasse Laser Standard. So trainierten wir schon früh im Jahr mit den knapp 1.5 Quadratmeter größeren Segeln um uns langsam an das höhere körperliche Niveau heranzutasten und seglerische Grenzen unsererseits auszutesten und unser „Können" zu optimieren indem wir z.B. Kontinuität in die veränderten Bewegungsabläufe zu bringen.  

Gerade das höhere körperliche Niveau dieser Bootsklasse sollte uns im Laufe der Saison nicht zum Nachteil sein. Denn umso mehr wir mit Überdruck (d.h. Mehr Wind als man bei optimalem Körpereinsatz und Trimm an Wind „aushalten" kann) trainierten, desto einfacher gingen uns das Boothandling sowie Punkte der Kraft und Ausdauer in der Laser Radial Klasse von der Hand. Als konkretes Ziel dieses Jahres stand zum Anfang die Qualifikation zur Laser Radial Jugend EM/WM (eine Veranstaltung) in La Rochelle (Frankreich) auf dem Plan. Um mich bei der Qualifikation behaupten zu können mussten zunächst relativ konstante, gute Ergebnisse in der olympischen Frauenbootsklasse (Laser Radial) eingefahren werden um die Position in der Deutschen Rangliste zu optimieren. Gemeinsam mit meiner Trainingsgruppe, unter Leitung von Paul Reck, arbeiten wir auf dieses Ziel hin, wobei uns der Berliner Kader, unter der Obhut von Florian Mewes, nun auch vermehrt begleitete. Ich blicke hierbei gern auf das lehrreiche Frühjahrstrainingslager in Warnemünde zurück, welches im April stattfand.

Mittlerweile waren bereits die ersten vier Wochenenden mit Regatten vorüber gegangen und es zeichnete sich langsam, gemeinsam mit den Ergebnissen des letzten Jahres, ein positiv zu sehendes Gesamtbild ab, welches ich auch in Hinsicht auf die Qualifikation zum Jahreshöhepunkt mit Freude zu beurteilen war.
Am 18. Mai Erreichte mich somit die lang erhoffte Nachricht, welche mir die Meldung zur WM/EM ermöglichte.
Damit war klar, nun kann der Fokus komplett auf den Laser Standard, „Wie es sich für echte Männer gehört", gesetzt werden. Meine Trainingspartner und ich sammelten erste Erfahrungen in dem sehr starken und generell anspruchsvollen Feld der Laser Klasse, indem wir die Junioren Deutsche und den ersten Weltcup (Kieler Woche) in den Fokus nahmen. Gleich „ganz oben" anzufangen hatte auch für uns insofern Sinn, dass wir sahen, wo wir leistungsmäßig standen und wo wir eigentlich hin wollen, d.h. Ziele setzen. Das wir dabei mächtig unterliegen würden war uns dabei von vornherein klar, denn natürlich ist die Konkurrenz in der Weltspitze nicht zu vernachlässigen und mal eben vom rechten Kurs abzubringen. So sahen wir uns nach einer Woche, als Fliegengewichte des Lasers, als bitter geschlagen und waren dennoch froh die Woche im Zeichen des Segelsports überlebt zu haben. Es herrschten bei den Wettfahrten vor der Kieler Bucht zum größten Teil besondere Überdruckbedingungen mit teilweise 5-7 Bft. bei denen 3 Tageswettfahrten vor allem am Körper nagten. Dabei die Weltspitze zu beobachten und unter Anderem den Doppelsieg der beiden Deutschen Philipp Buhl und
Simon Grotelüschen live mitzuerleben war für mich dennoch unvergesslich, erfahrungsträchtig und sehr lehrreich.
Um ehrlich mit uns selbst zu sein, müssen wir als Team des Brandenburger Kaders, neben dem erdrückenden Gesamtergebnis, jedoch auch einen relativ großen Erfolg vermerken. Waren wir auch nicht die Besten, waren wir gut genug, um andere in unserer Altersklasse zurück zu lassen. Somit konnte ich mich gemeinsam mit Jacob Grunicke, ebenfalls aus dem Brandenburg Kader, nun als Mitglied des international anerkannten und erfolgreichen „Audi Sailing Team Germany" ausweisen.
Die Freude über diesen Erfolg ließ unser Selbstbewusstsein wachsen und warf nun aber auch neue Perspektiven und Ansprüche auf.
Aus meinem heuteigen Standpunkt bin ich über diese Unterstützung sehr glücklich und vor allem dankbar, denn es wird nicht nur finanziell sondern auch segeltechnisch, sowie leistungsmäßig sehr viel innoviert und vorangetrieben. Segeln als Sport bekommt unter der Arbeit dieses Teams eine völlig neue Stellung und wird unter Anderem auch in der Presse durch diese Arbeit immer beliebter. Hier wird nicht Geld investiert ohne die Gewissheit, hierbei wird neues Geschaffen und mit den Seglern gearbeitet um den Einzelnen mit Hilfe vom Team voran zu treiben. Diesen Vorteil gegenüber Anderen und vor allem voran gegangenen Generationen, nutzen zu dürfen macht mich sehr dankbar und willensstark.

Und weiter ging die wilde Fahrt, nun wieder Richtung Warnemünde. –Antreten zum nächsten Höhepunkt, dem Europacup, der Warnemünder Woche. Der Trainingsaspekt wechselte erneut auf die Vorbereitung zur Jugend EM/WM und somit wurde auch der Europacup wieder in der Laser Radial Klasse bestritten, mit persönlich mäßigem Erfolg. Die Generalprobe ging buchstäblich im Nebel unter wie auch ein wenig in die Hose, sodass ich die Reise nach Frankreich mit gemischten Gefühlen antrat.

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Vier Brandenburger hatten im Jahr 2011 die Chance, sich in dem international hoch angesiedeltem Feld zu behaupten und dies führte, nach einer weiteren Woche intensivem Training vor Ort, zu unterschiedlichem Erfolg. Ich bin mit dieser Veranstaltung zufrieden, denn die für mich im Vordergrund stehenden Erfahrungen waren an jedem Tag greifbar, man musste nur anpacken. Als die besten Sportler deutscher Nation in La Rochelle konnten sich Max Stein, überraschend Jacob Grunicke, Theodor Bauer sowie Konstanze Stolz durchsetzen. Mit einige Platzierungen im ersten Drittel der einzelnen Wettfahrten habe ich mein gestecktes Ziel erreicht und belegte am Ende Platz 191 von 271 Teilnehmern.
An dieser Stelle möchte ich mich auch bei dem Segelclub 1978 Senftenberg e.V. für die finanzielle Unterstützung bedanken, welche diesen knapp dreiwöchigen Aufenthalt mit ermöglichte. Im Zusammenhang dazu steht natürlich auch VESTAS Windkraft als ein ehrenhafter Sponsor unseres Vereins auf meiner Liste der Danksagungen.

Viereinhalb Wochen meiner letzten Sommerferien segelte die Familie Bergk durch die Welt, von Höhepunkt zu Höhepunkt, immer quer durch Deutschland und noch weiter. Rechlin hieß die nächste Station auf dieser Reise.
Durch mein Schüleraustauschjahr 2010, hatte ich die 2 letzten Deutsche Meisterschaften in der Laser Radial Klasse verpasst und nun ging ich guter Dinge auf diese erste deutsch Jugendmeisterschaft zu, um mein Können, bei meinen letzten Wettfahrten im Laser Radial, unter Beweis zu stellen. Wir packten zu Hause quasi nur um und fuhren weiter nach Mecklenburg Vorpommern um dort wiederum eine Woche zu trainieren und im Anschluss die Müritz unsicher zu machen.

Das Revier stellte sich in den zwei Wochen mal wieder als trickreich dar und die Windintensität ging von 0 auf hundert in 120 Min. Einige Mastbrüche erlebte das Team Brandenburg schon in der „Eingewöhnungsphase", sodass sich Enthusiasmus und Optimismus in grenzen hielten. Doch mit Hilfe unserer Trainer und einer Menge „Power Bar" (Proteinreiches Nahrungsergänzungsmittel) waren wir trotz Regen und Sturm, pünktlich zum 1. Start, in Topform. Am Ende reichte es bei Jacob (5. Platz) und mir (9.Platz) zu einem tollen Gesamtergebnis und auch Paul Pinkau, der nur knapp die Top 10 Platzierung verfehlte, erreichte in der U17-Klasse einen tollen vierten Rang.

Damit war sie vorbei. – Die Kariere in der Laser Radial Klasse, und das gesamte Team blickt auf eine wunderbare Zeit, Erfolge und eine menge Erfahrungen zurück.

„Jetzt geht es erst los!"
Der Vertrag mit der Nationalmannschaft ist unterschrieben, Werbung im Segel, auf dem Boot und auf der Kleidung und schon stehen erste Stippvisiten bei den „alten Hasen der Nation" an: Kooperationstrainingslager in Kiel mit Bundeskader und Bundestrainer, anstatt Kursfahrt nach Prag. Dann Brandenburger Meisterschaft, Berliner Meisterschaft, die Deutsche Meisterschaft, Trainingslager in Warnemünde, Heldenspuk (Warnemünde)...
Die Liste der Veranstaltungen war lang, die Saison schein wie jedes Jahr mit dem Heldenspuk in Warnemünde gegessen, doch „Im Winter werden Segler gemacht"
Es sollte weiter gehen mit einer kurzfristigen Einladung zu einem Workshop in Kiel, zahlreichen Athletikveranstaltungen und so weiter.

Im Jahr 2012 freuen wir uns schon auf ein Paar warme Trainingstage in Südfrankreich, um im neuen Jahr wieder voll durchstarten zu können. Mit Spannung beobachteten wir auch die Segel-WM in Perth (Australien), bangten mit den Teamkollegen des Audi Sailing Team Germany um jeden Punkt, freuten uns über Edelmetall in der Starboot - Klasse und eine hervorragende Vorstellung Simon Grotelüschens im Laser und blicken hinauf zu denen, die es geschafft haben. Das Ziel, das Ticket, Olympia – der Traum eines jeden Sportlers.

In diesem Sinne wünsche ich allen Seglerfamilien einen guten Start in das neue Seglerjahr!

Jost Bergk (GER 179572)

 

Aktivitäten der Optimisten 2009

(von Max und Leo Bergk)

1. mal Segeln 2009

Anfang Mai testeten Leopold, Till und Maximilian den See. Es war sehr kalt und der Wind war sehr unbeständig. Später fing es zu Regnen und zu Hageln und wir dachten, wir fahren mal lieber zurück zum Verein. Eiskalt und bibbernd kamen wir im Hafen an, wo uns unsere Mutti sofort anfing die Finger zu wärmen, was uns allen sehr gut tat. Als wir endlich die Boote zusammengepackt hatten, waren wir drei froh, das der Weg nach Hause anstand, wo wir uns wieder richtig aufwärmen konnten.

Das war das erste frostige Segelerlebnis in diesem Jahr!

 

20.03.2009

An diesen Freitag trafen sich die besten Optisegler(inn)en aus dem Land Brandenburg in Blossin, wo wir zwei 1/2 schöne Segeltage verbringen wollten. An den ersten zwei Tagen war nur wenig Wind, was wir ausnutzen, um Wenden und Halsen zu üben. Am letzten Tag war noch mal richtig guter Wind (6 Bft), zwar kenterten einige Segler, doch es war ein richtig guter Abschluss des Trainingslagers.

 

28.03.2009

Die erste Ranglistenregatta war in diesem Jahr in Magdeburg die Ostereierregatta. Wir fahren immer gern zu dieser Regatta, weil man nach der letzten Wettfahrt die "Ostereier" (kleine Erinnerungsgeschenke) auf dem See einsammeln kann. Am ersten Tag sah es sehr gut für Leo und Maximilian aus, denn Leo war 4. und Max war 5. Doch am zweiten Tag rutschte Maximilian wegen weniger Wind 4 Plätze nach hinten. Doch der wenige Wind gefiel Leo. Am Ende verbesserte sich Leopold auf Platz 3 und Maximilian rutschte auf Platz 9 zurück, jedoch qualifizierten sich beide für das EMA/WMA Finale in Warnemünde.

 

9.-12.04.2009

Die zweite Regatta 2009 war dann schon das größte Event in diesem Jahr. Das "27° Lake Garda Meeting Optimist Class" in Riva am Gardasee in Italien. Es waren ca. 800 Starter, die sich bei dieser großen Regatta beweisen wollten. Aus dem Land Brandenburg starteten 17 Optisegler. Am ersten Regattatag sah es erst sehr gut für Maximilian aus, doch im Laufe der Regatta konnte er seine gute Platzierung nicht halten. Am letzten Regattatag, wurden alle Segler in Fleets eingeteilt. Jördis erreichte als einzige Brandenburgerin das Goldfleet, Mauriz, Ulrich, Justus, Fenja und Maximilian das Silberfleet, Leo und ein paar andere das Bronzefleet und der Rest der Brandenburger waren im 4. Fleet. Platz 110 war das Beste Ergebnis, was die Brandenburger erreicht haben. Bei der Tombola zur Siegerehrung hatten die Brandenburger bedeutend mehr Glück (8 Preise gingen an uns).

 

14.-18.04.2009

Gleich im Anschluss an die Regatta begann ein schönes Trainingslager. An den ersten beiden Tagen erlebten wir sehr schönen Wind und schönes Wetter, doch das konnte sich sehr schnell ändern, wie wir Segler bemerkten. Es regnet an den letzten beiden Tagen und es war sehr kalt. Doch den Regen und die Kälte vergaßen wir am letzten Tag, weil richtig guter Wind blies!

 

25./26.04.2009

Früh am Morgen sind wir (Leopold, Maximilian und Mutter) nach Potsdam gefahren. Am PSV Stützpunkt angekommen bauten wir unsere Boote auf, zogen uns um, gingen zu Christians Besprechung und fuhren zum Start. Es war nicht gerade sehr viel Wind aber die Wettfahrtleitung zog 3 Wettfahrten durch. Leopold wurde in der ersten Wettfahrt 1. in der zweiten 2. und in der dritten wieder 1.. Es sah sehr gut für Leopold aus, denn er war in der Tageswertung Erster. Doch eine Berlinerin konnte ihn noch einholen, in dem sie am nächsten Tag die letzte Wettfahrt gewinnt!. Am Abend aßen wir noch im Restaurant Abendbrot und gingen ins Bett. Am Sonntag bauten wir wieder unsere Boote auf und machten mit Christian Besprechung. Maximilian behauptete, das er die letzte Wettfahrt gewinnen wird und damit Leos Gesamtsieg perfekt machen würde. Dann ging es aufs Wasser zur Regattastrecke. Gesagt getan! Maximilian gewann die Wettfahrt und freue sich über den 5. Platz in der Gesamtwertung, Leopold wurde 2. und sicherte sich den Gesamtsieg. Leider mussten wir schon sehr früh losfahren und konnten nicht bei der Siegerehrung teilnehmen, denn unsere Mutter musste noch arbeiten gehen. Baden durfte Leopold aber trotzdem!

 

30.04.-3.05.2009

Maximilian und Leopold hatten sich für die EMA/WMA mit einem Platz unter den Top 80 der Deutschen Rangliste der DODV qualifiziert. Am Donnerstag wurden alle Boote vermessen. Von Freitag bis Samstag wurden 9 Wettfahrten  bei sehr wechselnden Windstärken (1-6 Bft) gesegelt. Max und Leo konnten sich leider für keinen der begehrten Startplätze qualifizieren, aber Jördis Leinert (SC Storkow) erreichte den Platz 19 und qualifizierte sich dadurch zur Teilnahme an der Nordamerikanischen Meisterschaft. Herzlichen Glückwunsch!

 

9./10.05.2009

Ranglistenregatta Opti Cup Storkow stand an diesem Wochenende an. Till, Max und Leo aus unserem Verein stellten sich den Wettkampf. Sehr unbeständige und drehende Winde machten das segeln in den 5 Wettfahrten nicht gerade einfach, doch die Endergebnisse können sich sehen lassen. Till belegte in  Opti B den Platz 27. von 61 Startern und Max und Leo wurden in Opti A 2. und 3. von 41 Startern.

 

Seddinpreis 2009 der Ixylon

Gerd Hermann und Wilfried Matthes erringen mit einem Sieg in der 3. und letzten Wettfahrt in der Gesamtwertung den 3. Platz.

Rang Land Segel_Nr Steuermann/Vorsch. Club DSVNr 1.Wettf 2.Wettf 3.Wettf Ges Pk RL-Pkt
Pl Pkt Pl Pkt Pl Pkt
1 D 75 Reinhard Bauer YCBG B120 5 5 1 1 2 2 8 120
Torsten Völker FNG MV075
2 D 2529 Steffen Rach SCK B103 3 3 2 2 3 3 8 110,77
Antje Weichert SCK B103
3 D 3164 Gerd Hermann SC78SFB BG060 4 4 6 6 1 1 11 101,54
Wilfried Matthes SC78SFB BG060

Bollmannpokal 2008

Vom 02.-03.08. wurde beim SC Märkischer Adler in Brandenburg auf dem Beetzsee der Bollmannpokal als Rangliste in der Klasse IXYLON ausgesegelt. Bei gutem Segelwetter starteten 17 Besatzungen. Wegen wechselnder Bedingungen zwischen den beiden Wettfahrttagen, am Sonnabend war Leicht- und Sonntag Schwerwetter, war Vielseitigkeit gefragt. Am Ende standen Gerd Hermann und Wilfried Matthes mit der XY 3164 vom SC 1978 Senftenberg nach 4 spannendem Wettfahrten, mit etwas Glück (Punktgleichheit mit dem Zweiten)auf dem Siegertreppchen. Die Einzelplatzierungen: 2-1-(7)-1. Als in der 3. Wettfahrt bei Schwerwetter, unserer Schwäche, nur ein 7. Platz erreicht wurde, stand ein Endergebnis unter den ersten drei in Frage. Aber dann wurde die letzte Wettfahrt bei ähnlichen Bedingungen auf der Zielkreuz, nach einem für uns „üblichen“ schwachen Start, gewonnen.

 Die Sieger:

- 1. Gerd Hermann/Wilfried Matthes      XY 3164 SC 1978 Senftenberg

- 2. Steffen Rach/Antje Weichert        XY 2529 SC Krüpelsee

- 3. Dennis Ahlsdorf/Steffen Fenger     XY 2582 ESV Kirchmöser

 

Weitere Ergebnisse bei Ranglisten:

DM 2008 - Goitzsche See:              Platz 11 von 44

Fercher Regattatage - Schwielowsee:   Platz 5  von 28

gleichzeitig LM BB:                   Platz 2

Kon Tiki – Beetzsee:                  Platz 1  von 20

DATA-Servicepokal - Stausee Kelbra:   Platz 3  von 11

Vogtlandpokal – Talsperre Pöhl:       Platz 3  von 14

  

Gerd Hermann  Cospuden_011kl.JPG (81069 Byte)


DATA-Service-Pokal auf dem Stausee von Kelbra

Im Harz am Fuß der Kyffhäuser Berge, der Sagenwelt des Barbarossa, in der goldenen Aue ist hier der Segelclub Kyffhäuser beheimatet, der zu meiner Überraschung unmittelbar an der Landesgrenze von Sachsen-Anhalt in Thüringen liegt. Im Harz da ist es wunderschön... Trotzdem bin ich nicht aus eigenem Antrieb, sondern auf Wunsch meines Schotten, was macht nicht alles um einen zu haben, hierher zum DATA-Service-Pokal (24.-25.05.) gefahren. Meine Abneigung für dieses Ereignis hatte seine Ursache in der Berichterstattung vergangener Jahre. Bei der Ankunft erfolgte diesbezüglich gleich eine Beschwichtigung: „Wir haben den Termin nach vorn verlegt. Deshalb ist es mit dem Kraut noch nicht so schlimm.“ Diese Problematik wurde bei mir durch das schöne Wetter etwas verdrängt. Rechtzeitig vor dem Beginn der Wettfahrten setzte der Wind mit 2-3 Bft. ein. Wir verpassten den Start zur 1. Wettfahrt etwas heftig. XY5303 mit Bauer/Rehm, beide für den WSV Lausitzer Seenland startend!, zeigten in der 1. Wettfahrt dem Rest ihre Klasse und gewannen mit großem Vorsprung vor der XY 3708 mit Düsterdiek/Rolle vom SC Kyffhäuser und XY 5333 mit Theumer/Theumer vom YC Bitterfeld. Wir konnten mit Platz 4 den Schaden begrenzen. Es gab nur einen bis zu ca. 250 vom Ufer entfernten Streifen von ca. 100 m Breite, wo das Aufkreuzen sinnvoll war. Durch die geringe Breite und der Asymmetrie der Kreuz konnten Boote bei Winddrehungen, insbesondere wenn sie näher am Ufer fuhren, erheblich bevorteilt werden. Auch auf dem Vorwindkurs gab es durch einsetzende Böen starke Verschiebungen. Beim Start zur 2. Wettfahrt wurden Bauer/Rehm durch einige Frühstarter behindert. Da halfen auch keine lautstarken Proteste.  Wir übernahmen die Führung. Etwa Mitte der 2. Kreuz überholten uns Düsterdiek/Rolle. Mitten im höchsten Glücksgefühl nahmen sie jedoch ein kühles Vollbad. Trotz nochmaliger Kenterung war ihr Kahn jedoch schnell wieder flott gemacht. Wir waren nun ohne eigenes zutun wieder Erster. Bauer/Rehm kämpften sich durch das Feld. Theumer/Theumer übernahmen auf der 2. Kreuz die Führung. Auf dem Vorwindkurs überholten wir die Theumers mit einem Leebogen und Bauer/Rehm schlossen auf. Nach der Wende an der Leetonne konnten unsere beiden Verfolger ca. 30° höher fahren und unweit vor dem Ziel bekamen Bauer/Rehm  noch einen günstigen Dreher. Entsprechend groß war ihr Jubel. Zieleinlauf XY 5303 vor XY 3164 und XY 5333. In der 3. Wettfahrt hatten Bauer/Rehm keine Probleme mit dem Siegen. Es gab an der Spitze den gleichen Einlauf wie in der 2. Wettfahrt. In der darauffolgenden 4. Wettfahrt zeigte XY 5333 als alter Krautmeister, warum er es schon des öfteren war. Zieleinlauf: Theumer/Theumer vor Bauer/Rehm und Hermann/Matthes. Da man sich einigte, am 2. Wettfahrttag auf die 5. Wettfahrt zu verzichten, das hat hier wohl Tradition, gab es den folgenden  Endstand: 1. XY 5303 mit Bauer/Rehm; 2. XY 5333 mit Theumer/Theumer; 3. XY 3164 mit Hermann/Matthes.

Bei der Party am Abend mit Disko und Tanz war das Thema Kräuter so sehr tabu, dass nicht einmal die Eingeborenen Kräuterlikör getrunken haben.

Am Sonntagmorgen sind wir vor der Siegerehrung einfach so noch einmal bei Sonnenschein und Wind von 4-5 Bft. für ca. eine Stunde über den Stausee gesegelt. Aus dem Trapez konnten wir beobachten, wie schnell sich die Schwerter grün verfärbten. Wer hier herkommt, sollte, auch wenn es noch nicht so schlimm ist, unbedingt über leichtgängige Ruder und Schwerter verfügen und diese im Gegensatz zu uns öfter mal kurz liften.

Zur Organisation ist zu sagen, dass hier freundliche und engagierte Leute wirken und alles preiswert zu haben ist.

 

Gerd XY 3164 „Karo As“ Cospuden_2003-070kl.JPG (66563 Byte)


Vogtlandpokal 2008 auf der Talsperre Pöhl

 Die Talsperre Pöhl ist bekanntermaßen mit ihren Buchten und den umgebenden Bergen ein kompliziertes Segelrevier. Trotzdem fahre ich immer gern hierher. Es sah aber lange nicht danach aus, dass ich in diesem Jahr hier starten kann. Doch dann packte meinem Schotten der Ehrgeiz, und so änderte er seine Urlaubsplanung. Dazu musste er jedoch vorher noch seine Frau überzeugen. Was ist schon ein Urlaub in Frankreich gegen ein Segeln mit der Ixylon bei der SG Reichenbach!?

Ich kam am Sonnabend gegen 10.00 Uhr an. Mein Schotte war bereits vor Ort. Da der erste Start um 13 Uhr angesetzt war, konnte das Boot in aller Ruhe aufgebaut und vorher noch das Mittagessen eingenommen werden. Es herrschte Sonnenschein und Wind von 1 - 4 Bft. Wir verpassten den Start um ca. 1 Minute und belegten dennoch Platz 2 hinter Medtech (XY 1940 – Weigel/Böhm) und vor Schnieps (XY 22 – Küttner/Küttner). In der 2. Wettfahrt waren wir wieder nicht rechtzeitig an der Startlinie. Es gewann für mich überraschend der Schleifstein (XY 3161 - Knüpfer/Knüpfer) vor der Mehlkiste (XY 1511 - Bundel/Scholz) und uns. In der 3. Wettfahrt fuhren wir auf der 1. Kreuz auf den 1. Platz vor. Auf dem Vorwindkurs segelte dann Medtech über ganz links vom vierten oder fünften auf einen sicheren 1. Platz vor.  Auch die Mehlkiste fuhr links an uns vorbei. Ursache war ein sehr deutlicher Rechtsdreher, den ich hier vorher nicht beobachtet habe. Es war immer umgekehrt. Auf der 3. Kreuz bemerkte ich, dass unser Boot von der Geschwindigkeit her nicht ganz konkurrenzfähig war. Weil ich das vorher und auch am nächsten Tag nicht so empfand, nehme ich an, dass wir auf der 2. oder Anfang der 3. Kreuz in Ufernähe Wasserpflanzen mit dem Ruder geerntet haben. Trotzdem gelang es uns auf Platz 2 vorzufahren und diesen Platz zu halten. Zieleinlauf: XY 1940 vor XY 3164 und XY 1511. Der Gesamtstand des ersten Tages  versprach Spannung für die 4. Wettfahrt am Sonntag. Es konnten 4 Boote den Gesamtsieg holen. Aber vorher war am Abend erst einmal Disko mit Tanz.

Am nächsten Morgen gab es mit Wind aus West eine neue Wettkampfsituation. Nach der Startkreuz lagen wir auf Platz 1. Aber beim Spisetzen am Gunzenberg ging er an XY 1511 verloren. Den Abstand, den hier die XY 1511 herausfuhr, konnten wir nicht mehr aufholen. Auf der 3. Kreuz überholte uns die XY 1940. Dann blieb sie an der Raumtonne mit der Spischot ganz fürchterlich hängen und fiel auf Platz 4 zurück. Durch einen taktischen Fehler von mir, wegen eines vor der Ziellinie liegenden Motorbootes, und gleichzeitig durch einen meines Schotten, er stellte die Genua sehr viel zu locker, weil er nach den uns verfolgenden Damen schaute, sind wir noch von Nervenfutter (XY 60 - Sende/Jahn) überlaufen worden (Sie haben das Motorboot einfach verscheucht). Es siegte XY 1511 vor XY 60 und XY 3164. Mit Platz 4 sicherte sich XY 1940 den Gesamtsieg vor XY 1511. Dazu herzlichen Glückwunsch.

Es nahmen 135 Besatzungen in 8 Klassen teil. Bei den Ixylon waren es 14. Es ging damit auf dem See teilweise sehr eng zu. Ich kann zusammengefasst sagen: Es war eine sehr spannende und gelungene Veranstaltung.

Bemerkenswert: Dem Veranstalter gelang es irgendwie, die Schwachwindphasen mit Windstärke 1 weitgehend aus den Wettfahrten auszublenden.

 

Gerd Hermann  XY3164 Seddin_2008-V-kl.jpg (307121 Byte)