
| | Jost Bergk -
Bericht von der WM 2011
„Nächstes Level"
Hallo liebe
Segelfreunde,
wieder einmal ist eine Segelsaison vorüber gegangen und viele von uns blicken
auf einen langen Sommer mit vielen schönen, wenn auch oft flauen Segelstunden
zurück.
Auch wenn ich aus meiner Sicht diese Saison noch nicht als vollständig „vollendet"
betrachte, möchte ich einen kleinen Rückblick auf das bereits Geschehene geben
und Ihnen die Gelegenheit bieten, in gewisser Weise, an meinen Erlebnissen und
Erfahrungen teilzunehmen.
Dieses Jahr stand persönlich für mich, in Hinsicht auf den Sport, ganz im
Zeichen der Vollendung, Veränderung und der Um- und Eingewöhnung. Die letzten
Regatten und Höhepunkte der Laser Radial Klasse wurden bestritten, gleichzeitig
setzte ich, gemeinsam mit meiner Trainingsgruppe des Landes Brandenburg, den
Fokus auf den Umstieg zur Klasse Laser Standard. So trainierten wir schon früh
im Jahr mit den knapp 1.5 Quadratmeter größeren Segeln um uns langsam an das
höhere körperliche Niveau heranzutasten und seglerische Grenzen unsererseits
auszutesten und unser „Können" zu optimieren indem wir z.B. Kontinuität
in die veränderten Bewegungsabläufe zu bringen.
Gerade das höhere körperliche Niveau dieser
Bootsklasse sollte uns im Laufe der Saison nicht zum Nachteil sein. Denn umso
mehr wir mit Überdruck (d.h. Mehr Wind als man bei optimalem Körpereinsatz und
Trimm an Wind „aushalten" kann) trainierten, desto einfacher gingen uns
das Boothandling sowie Punkte der Kraft und Ausdauer in der Laser Radial Klasse
von der Hand. Als konkretes Ziel dieses Jahres stand zum Anfang die
Qualifikation zur Laser Radial Jugend EM/WM (eine Veranstaltung) in La Rochelle
(Frankreich) auf dem Plan. Um mich bei der Qualifikation behaupten zu können
mussten zunächst relativ konstante, gute Ergebnisse in der olympischen
Frauenbootsklasse (Laser Radial) eingefahren werden um die Position in der
Deutschen Rangliste zu optimieren. Gemeinsam mit meiner Trainingsgruppe, unter
Leitung von Paul Reck, arbeiten wir auf dieses Ziel hin, wobei uns der Berliner
Kader, unter der Obhut von Florian Mewes, nun auch vermehrt begleitete. Ich
blicke hierbei gern auf das lehrreiche Frühjahrstrainingslager in Warnemünde
zurück, welches im April stattfand.
Mittlerweile waren bereits die ersten vier Wochenenden mit Regatten vorüber
gegangen und es zeichnete sich langsam, gemeinsam mit den Ergebnissen des
letzten Jahres, ein positiv zu sehendes Gesamtbild ab, welches ich auch in
Hinsicht auf die Qualifikation zum Jahreshöhepunkt mit Freude zu beurteilen
war.
Am 18. Mai Erreichte mich somit die lang erhoffte Nachricht, welche mir die
Meldung zur WM/EM ermöglichte.
Damit war klar, nun kann der Fokus komplett auf den Laser Standard, „Wie es
sich für echte Männer gehört", gesetzt werden. Meine Trainingspartner
und ich sammelten erste Erfahrungen in dem sehr starken und generell
anspruchsvollen Feld der Laser Klasse, indem wir die Junioren Deutsche und den
ersten Weltcup (Kieler Woche) in den Fokus nahmen. Gleich „ganz oben"
anzufangen hatte auch für uns insofern Sinn, dass wir sahen, wo wir
leistungsmäßig standen und wo wir eigentlich hin wollen, d.h. Ziele setzen.
Das wir dabei mächtig unterliegen würden war uns dabei von vornherein klar,
denn natürlich ist die Konkurrenz in der Weltspitze nicht zu vernachlässigen
und mal eben vom rechten Kurs abzubringen. So sahen wir uns nach einer Woche,
als Fliegengewichte des Lasers, als bitter geschlagen und waren dennoch froh die
Woche im Zeichen des Segelsports überlebt zu haben. Es herrschten bei den
Wettfahrten vor der Kieler Bucht zum größten Teil besondere
Überdruckbedingungen mit teilweise 5-7 Bft. bei denen 3 Tageswettfahrten vor
allem am Körper nagten. Dabei die Weltspitze zu beobachten und unter Anderem
den Doppelsieg der beiden Deutschen Philipp Buhl und Simon
Grotelüschen live mitzuerleben war für mich
dennoch unvergesslich, erfahrungsträchtig und sehr lehrreich.
Um ehrlich mit uns selbst zu sein, müssen wir als Team des Brandenburger
Kaders, neben dem erdrückenden Gesamtergebnis, jedoch auch einen relativ
großen Erfolg vermerken. Waren wir auch nicht die Besten, waren wir gut genug,
um andere in unserer Altersklasse zurück zu lassen. Somit konnte ich mich
gemeinsam mit Jacob Grunicke, ebenfalls aus dem Brandenburg Kader, nun als
Mitglied des international anerkannten und erfolgreichen „Audi Sailing Team
Germany" ausweisen.
Die Freude über diesen Erfolg ließ unser Selbstbewusstsein wachsen und warf
nun aber auch neue Perspektiven und Ansprüche auf.
Aus meinem heuteigen Standpunkt bin ich über diese Unterstützung sehr
glücklich und vor allem dankbar, denn es wird nicht nur finanziell sondern auch
segeltechnisch, sowie leistungsmäßig sehr viel innoviert und vorangetrieben.
Segeln als Sport bekommt unter der Arbeit dieses Teams eine völlig neue
Stellung und wird unter Anderem auch in der Presse durch diese Arbeit immer
beliebter. Hier wird nicht Geld investiert ohne die Gewissheit, hierbei wird
neues Geschaffen und mit den Seglern gearbeitet um den Einzelnen mit Hilfe vom
Team voran zu treiben. Diesen Vorteil gegenüber Anderen und vor allem voran
gegangenen Generationen, nutzen zu dürfen macht mich sehr dankbar und
willensstark.
Und weiter ging die wilde Fahrt, nun wieder Richtung Warnemünde. –Antreten
zum nächsten Höhepunkt, dem Europacup, der Warnemünder Woche. Der
Trainingsaspekt wechselte erneut auf die Vorbereitung zur Jugend EM/WM und somit
wurde auch der Europacup wieder in der Laser Radial Klasse bestritten, mit
persönlich mäßigem Erfolg. Die Generalprobe ging buchstäblich im Nebel unter
wie auch ein wenig in die Hose, sodass ich die Reise nach Frankreich mit
gemischten Gefühlen antrat.
.
Vier Brandenburger hatten im Jahr 2011 die Chance, sich in
dem international hoch angesiedeltem Feld zu behaupten und dies führte, nach
einer weiteren Woche intensivem Training vor Ort, zu unterschiedlichem Erfolg.
Ich bin mit dieser Veranstaltung zufrieden, denn die für mich im Vordergrund
stehenden Erfahrungen waren an jedem Tag greifbar, man musste nur anpacken. Als
die besten Sportler deutscher Nation in La Rochelle konnten sich Max Stein,
überraschend Jacob Grunicke, Theodor Bauer sowie Konstanze Stolz durchsetzen.
Mit einige Platzierungen im ersten Drittel der einzelnen Wettfahrten habe ich
mein gestecktes Ziel erreicht und belegte am Ende Platz 191 von 271 Teilnehmern.
An dieser Stelle möchte ich mich auch bei dem Segelclub 1978 Senftenberg e.V.
für die finanzielle Unterstützung bedanken, welche diesen knapp dreiwöchigen
Aufenthalt mit ermöglichte. Im Zusammenhang dazu steht natürlich auch VESTAS
Windkraft als ein ehrenhafter Sponsor unseres Vereins auf meiner Liste der
Danksagungen.
Viereinhalb Wochen meiner letzten Sommerferien segelte
die Familie Bergk durch die Welt, von Höhepunkt zu Höhepunkt, immer quer durch
Deutschland und noch weiter. Rechlin hieß die nächste Station auf dieser
Reise.
Durch mein Schüleraustauschjahr 2010, hatte ich die 2 letzten Deutsche
Meisterschaften in der Laser Radial Klasse verpasst und nun ging ich guter Dinge
auf diese erste deutsch Jugendmeisterschaft zu, um mein Können, bei meinen
letzten Wettfahrten im Laser Radial, unter Beweis zu stellen. Wir packten zu
Hause quasi nur um und fuhren weiter nach Mecklenburg Vorpommern um dort
wiederum eine Woche zu trainieren und im Anschluss die Müritz unsicher zu
machen.
Das Revier stellte sich in den zwei Wochen mal wieder
als trickreich dar und die Windintensität ging von 0 auf hundert in 120 Min.
Einige Mastbrüche erlebte das Team Brandenburg schon in der „Eingewöhnungsphase",
sodass sich Enthusiasmus und Optimismus in grenzen hielten. Doch mit Hilfe
unserer Trainer und einer Menge „Power Bar" (Proteinreiches
Nahrungsergänzungsmittel) waren wir trotz Regen und Sturm, pünktlich zum 1.
Start, in Topform. Am Ende reichte es bei Jacob (5. Platz) und mir (9.Platz) zu
einem tollen Gesamtergebnis und auch Paul Pinkau, der nur knapp die Top 10
Platzierung verfehlte, erreichte in der U17-Klasse einen tollen vierten Rang.

Damit war sie
vorbei. – Die Kariere in der Laser Radial Klasse, und das gesamte Team blickt
auf eine wunderbare Zeit, Erfolge und eine menge Erfahrungen zurück.
„Jetzt geht es erst los!"
Der Vertrag mit der Nationalmannschaft ist unterschrieben, Werbung im Segel, auf
dem Boot und auf der Kleidung und schon stehen erste Stippvisiten bei den „alten
Hasen der Nation" an: Kooperationstrainingslager in Kiel mit Bundeskader
und Bundestrainer, anstatt Kursfahrt nach Prag. Dann Brandenburger
Meisterschaft, Berliner Meisterschaft, die Deutsche Meisterschaft,
Trainingslager in Warnemünde, Heldenspuk (Warnemünde)...
Die Liste der Veranstaltungen war lang, die Saison schein wie jedes Jahr mit dem
Heldenspuk in Warnemünde gegessen, doch „Im Winter werden Segler
gemacht"
Es sollte weiter gehen mit einer kurzfristigen Einladung zu einem Workshop in
Kiel, zahlreichen Athletikveranstaltungen und so weiter.
Im Jahr 2012 freuen wir uns schon auf ein Paar warme
Trainingstage in Südfrankreich, um im neuen Jahr wieder voll durchstarten zu
können. Mit Spannung beobachteten wir auch die Segel-WM in Perth (Australien),
bangten mit den Teamkollegen des Audi Sailing Team Germany um jeden Punkt,
freuten uns über Edelmetall in der Starboot - Klasse und eine hervorragende
Vorstellung Simon Grotelüschens
im Laser und blicken hinauf zu denen, die es geschafft haben. Das Ziel, das
Ticket, Olympia – der Traum eines jeden Sportlers.
In diesem Sinne wünsche ich
allen Seglerfamilien einen guten Start in das neue Seglerjahr!
Jost Bergk (GER 179572)
Aktivitäten der Optimisten 2009
(von Max und Leo Bergk)
1. mal Segeln 2009
Anfang
Mai testeten Leopold, Till und Maximilian den See. Es war sehr kalt und der Wind
war sehr unbeständig. Später fing es zu Regnen und zu Hageln und wir dachten,
wir fahren mal lieber zurück zum Verein. Eiskalt und bibbernd kamen wir im
Hafen an, wo uns unsere Mutti sofort anfing die Finger zu wärmen, was uns allen
sehr gut tat. Als wir endlich die Boote zusammengepackt hatten, waren wir drei
froh, das der Weg nach Hause anstand, wo wir uns wieder richtig aufwärmen
konnten.
Das
war das erste frostige Segelerlebnis in diesem Jahr!
20.03.2009
An
diesen Freitag trafen sich die besten Optisegler(inn)en aus dem Land Brandenburg
in Blossin, wo wir zwei 1/2 schöne Segeltage verbringen wollten. An den ersten
zwei Tagen war nur wenig Wind, was wir ausnutzen, um Wenden und Halsen zu üben.
Am letzten Tag war noch mal richtig guter Wind (6 Bft), zwar kenterten einige
Segler, doch es war ein richtig guter Abschluss des Trainingslagers.
28.03.2009
Die
erste Ranglistenregatta war in diesem Jahr in Magdeburg die Ostereierregatta.
Wir fahren immer gern zu dieser Regatta, weil man nach der letzten Wettfahrt die
"Ostereier" (kleine Erinnerungsgeschenke) auf dem See einsammeln kann.
Am ersten Tag sah es sehr gut für Leo und Maximilian aus, denn Leo war 4. und
Max war 5. Doch am zweiten Tag rutschte Maximilian wegen weniger Wind 4 Plätze
nach hinten. Doch der wenige Wind gefiel Leo. Am Ende verbesserte sich Leopold
auf Platz 3 und Maximilian rutschte auf Platz 9 zurück, jedoch qualifizierten
sich beide für das EMA/WMA Finale in Warnemünde.
9.-12.04.2009
Die
zweite Regatta 2009 war dann schon das größte Event in diesem Jahr. Das
"27° Lake Garda Meeting Optimist Class" in Riva am Gardasee in
Italien. Es waren ca. 800 Starter, die sich bei dieser großen Regatta beweisen
wollten. Aus dem Land Brandenburg starteten 17 Optisegler. Am ersten Regattatag
sah es erst sehr gut für Maximilian aus, doch im Laufe der Regatta konnte er
seine gute Platzierung nicht halten. Am letzten Regattatag, wurden alle Segler
in Fleets eingeteilt. Jördis erreichte als einzige Brandenburgerin das
Goldfleet, Mauriz, Ulrich, Justus, Fenja und Maximilian das Silberfleet, Leo und
ein paar andere das Bronzefleet und der Rest der Brandenburger waren im 4.
Fleet. Platz 110 war das Beste Ergebnis, was die Brandenburger erreicht haben.
Bei der Tombola zur Siegerehrung hatten die Brandenburger bedeutend mehr Glück
(8 Preise gingen an uns).
14.-18.04.2009
Gleich
im Anschluss an die Regatta begann ein schönes Trainingslager. An den ersten
beiden Tagen erlebten wir sehr schönen Wind und schönes Wetter, doch das
konnte sich sehr schnell ändern, wie wir Segler bemerkten. Es regnet an den
letzten beiden Tagen und es war sehr kalt. Doch den Regen und die Kälte vergaßen
wir am letzten Tag, weil richtig guter Wind blies!
25./26.04.2009
Früh
am Morgen sind wir (Leopold, Maximilian und Mutter) nach Potsdam gefahren. Am
PSV Stützpunkt angekommen bauten wir unsere Boote auf, zogen uns um, gingen zu
Christians Besprechung und fuhren zum Start. Es war nicht gerade sehr viel Wind
aber die Wettfahrtleitung zog 3 Wettfahrten durch. Leopold wurde in der ersten
Wettfahrt 1. in der zweiten 2. und in der dritten wieder 1.. Es sah sehr gut für
Leopold aus, denn er war in der Tageswertung Erster. Doch eine Berlinerin konnte
ihn noch einholen, in dem sie am nächsten Tag die letzte Wettfahrt gewinnt!. Am
Abend aßen wir noch im Restaurant Abendbrot und gingen ins Bett. Am Sonntag
bauten wir wieder unsere Boote auf und machten mit Christian Besprechung.
Maximilian behauptete, das er die letzte Wettfahrt gewinnen wird und damit Leos
Gesamtsieg perfekt machen würde. Dann ging es aufs Wasser zur Regattastrecke.
Gesagt getan! Maximilian gewann die Wettfahrt und freue sich über den 5. Platz
in der Gesamtwertung, Leopold wurde 2. und sicherte sich den Gesamtsieg. Leider
mussten wir schon sehr früh losfahren und konnten nicht bei der Siegerehrung
teilnehmen, denn unsere Mutter musste noch arbeiten gehen. Baden durfte Leopold
aber trotzdem!
30.04.-3.05.2009
Maximilian
und Leopold hatten sich für die EMA/WMA mit einem Platz unter den Top 80 der
Deutschen Rangliste der DODV qualifiziert. Am Donnerstag wurden alle Boote
vermessen. Von Freitag bis Samstag wurden 9 Wettfahrten bei sehr
wechselnden Windstärken (1-6 Bft) gesegelt. Max und Leo konnten sich leider für
keinen der begehrten Startplätze qualifizieren, aber Jördis Leinert (SC
Storkow) erreichte den Platz 19 und qualifizierte sich dadurch zur Teilnahme an
der Nordamerikanischen Meisterschaft. Herzlichen Glückwunsch!
9./10.05.2009
Ranglistenregatta
Opti Cup Storkow stand an diesem Wochenende an. Till, Max und Leo aus unserem
Verein stellten sich den Wettkampf. Sehr unbeständige und drehende Winde
machten das segeln in den 5 Wettfahrten nicht gerade einfach, doch die
Endergebnisse können sich sehen lassen. Till belegte in Opti B den Platz
27. von 61 Startern und Max und Leo wurden in Opti A 2. und 3. von 41 Startern.
Seddinpreis 2009 der Ixylon
Gerd
Hermann und Wilfried Matthes erringen mit einem Sieg in der 3. und letzten
Wettfahrt in der Gesamtwertung den 3. Platz.
| Rang |
Land |
Segel_Nr |
Steuermann/Vorsch. |
Club |
DSVNr |
1.Wettf |
2.Wettf |
3.Wettf |
Ges Pk |
RL-Pkt |
| Pl |
Pkt |
Pl |
Pkt |
Pl |
Pkt |
| 1 |
D |
75 |
Reinhard Bauer |
YCBG |
B120 |
5 |
5 |
1 |
1 |
2 |
2 |
8 |
120 |
| Torsten
Völker |
FNG |
MV075 |
| 2 |
D |
2529 |
Steffen Rach |
SCK |
B103 |
3 |
3 |
2 |
2 |
3 |
3 |
8 |
110,77 |
| Antje
Weichert |
SCK |
B103 |
| 3 |
D |
3164 |
Gerd Hermann |
SC78SFB |
BG060 |
4 |
4 |
6 |
6 |
1 |
1 |
11 |
101,54 |
| Wilfried
Matthes |
SC78SFB |
BG060 |
Bollmannpokal 2008
Vom 02.-03.08. wurde beim SC Märkischer Adler in Brandenburg auf dem
Beetzsee der Bollmannpokal als Rangliste in der Klasse IXYLON ausgesegelt. Bei
gutem Segelwetter starteten 17 Besatzungen. Wegen wechselnder Bedingungen
zwischen den beiden Wettfahrttagen, am Sonnabend war Leicht- und Sonntag
Schwerwetter, war Vielseitigkeit gefragt. Am Ende standen Gerd Hermann und
Wilfried Matthes mit der XY 3164 vom SC 1978 Senftenberg nach 4 spannendem
Wettfahrten, mit etwas Glück (Punktgleichheit mit dem Zweiten)auf dem
Siegertreppchen. Die Einzelplatzierungen: 2-1-(7)-1. Als in der 3. Wettfahrt bei
Schwerwetter, unserer Schwäche, nur ein 7. Platz erreicht wurde, stand ein
Endergebnis unter den ersten drei in Frage. Aber dann wurde die letzte Wettfahrt
bei ähnlichen Bedingungen auf der Zielkreuz, nach einem für uns „üblichen“
schwachen Start, gewonnen.
Die Sieger:
- 1. Gerd
Hermann/Wilfried Matthes
XY 3164 SC 1978 Senftenberg
- 2. Steffen Rach/Antje
Weichert
XY 2529 SC Krüpelsee
- 3. Dennis Ahlsdorf/Steffen
Fenger XY 2582
ESV Kirchmöser
Weitere Ergebnisse bei
Ranglisten:
DM 2008 - Goitzsche
See:
Platz 11 von 44
Fercher Regattatage -
Schwielowsee: Platz 5
von 28
gleichzeitig LM BB:
Platz 2
Kon Tiki – Beetzsee:
Platz 1 von
20
DATA-Servicepokal -
Stausee Kelbra: Platz 3
von 11
Vogtlandpokal –
Talsperre Pöhl:
Platz 3 von 14
Gerd Hermann
DATA-Service-Pokal auf dem Stausee von Kelbra
Im
Harz am Fuß der Kyffhäuser Berge, der Sagenwelt des Barbarossa, in der
goldenen Aue ist hier der Segelclub Kyffhäuser beheimatet, der zu meiner Überraschung
unmittelbar an der Landesgrenze von Sachsen-Anhalt in Thüringen liegt. Im Harz
da ist es wunderschön... Trotzdem bin ich nicht aus eigenem Antrieb, sondern
auf Wunsch meines Schotten, was macht nicht alles um einen zu haben, hierher zum
DATA-Service-Pokal (24.-25.05.) gefahren. Meine Abneigung für dieses Ereignis
hatte seine Ursache in der Berichterstattung vergangener Jahre. Bei der Ankunft
erfolgte diesbezüglich gleich eine Beschwichtigung: „Wir haben den Termin
nach vorn verlegt. Deshalb ist es mit dem Kraut noch nicht so schlimm.“ Diese
Problematik wurde bei mir durch das schöne Wetter etwas verdrängt. Rechtzeitig
vor dem Beginn der Wettfahrten setzte der Wind mit 2-3 Bft. ein. Wir verpassten
den Start zur 1. Wettfahrt etwas heftig. XY5303 mit Bauer/Rehm, beide für den
WSV Lausitzer Seenland startend!, zeigten in der 1. Wettfahrt dem Rest ihre
Klasse und gewannen mit großem Vorsprung vor der XY 3708 mit Düsterdiek/Rolle
vom SC Kyffhäuser und XY 5333 mit Theumer/Theumer vom YC Bitterfeld. Wir
konnten mit Platz 4 den Schaden begrenzen. Es gab nur einen bis zu ca. 250 vom
Ufer entfernten Streifen von ca. 100 m Breite, wo das Aufkreuzen sinnvoll war.
Durch die geringe Breite und der Asymmetrie der Kreuz konnten Boote bei
Winddrehungen, insbesondere wenn sie näher am Ufer fuhren, erheblich bevorteilt
werden. Auch auf dem Vorwindkurs gab es durch einsetzende Böen starke
Verschiebungen. Beim Start zur 2. Wettfahrt wurden Bauer/Rehm durch einige Frühstarter
behindert. Da halfen auch keine lautstarken Proteste. Wir übernahmen die
Führung. Etwa Mitte der 2. Kreuz überholten uns Düsterdiek/Rolle. Mitten im höchsten
Glücksgefühl nahmen sie jedoch ein kühles Vollbad. Trotz nochmaliger
Kenterung war ihr Kahn jedoch schnell wieder flott gemacht. Wir waren nun ohne
eigenes zutun wieder Erster. Bauer/Rehm kämpften sich durch das Feld. Theumer/Theumer
übernahmen auf der 2. Kreuz die Führung. Auf dem Vorwindkurs überholten wir
die Theumers mit einem Leebogen und Bauer/Rehm schlossen auf. Nach der Wende an
der Leetonne konnten unsere beiden Verfolger ca. 30° höher fahren und unweit
vor dem Ziel bekamen Bauer/Rehm noch einen günstigen Dreher. Entsprechend
groß war ihr Jubel. Zieleinlauf XY 5303 vor XY 3164 und XY 5333. In der 3.
Wettfahrt hatten Bauer/Rehm keine Probleme mit dem Siegen. Es gab an der Spitze
den gleichen Einlauf wie in der 2. Wettfahrt. In der darauffolgenden 4.
Wettfahrt zeigte XY 5333 als alter Krautmeister, warum er es schon des öfteren
war. Zieleinlauf: Theumer/Theumer vor Bauer/Rehm und Hermann/Matthes. Da man
sich einigte, am 2. Wettfahrttag auf die 5. Wettfahrt zu verzichten, das hat
hier wohl Tradition, gab es den folgenden Endstand: 1. XY 5303 mit Bauer/Rehm;
2. XY 5333 mit Theumer/Theumer; 3. XY 3164 mit Hermann/Matthes.
Bei
der Party am Abend mit Disko und Tanz war das Thema Kräuter so sehr tabu, dass
nicht einmal die Eingeborenen Kräuterlikör getrunken haben.
Am
Sonntagmorgen sind wir vor der Siegerehrung einfach so noch einmal bei
Sonnenschein und Wind von 4-5 Bft. für ca. eine Stunde über den Stausee
gesegelt. Aus dem Trapez konnten wir beobachten, wie schnell sich die Schwerter
grün verfärbten. Wer hier herkommt, sollte, auch wenn es noch nicht so schlimm
ist, unbedingt über leichtgängige Ruder und Schwerter verfügen und diese im
Gegensatz zu uns öfter mal kurz liften.
Zur
Organisation ist zu sagen, dass hier freundliche und engagierte Leute wirken und
alles preiswert zu haben ist.
Gerd
XY 3164 „Karo As“
Vogtlandpokal 2008 auf der Talsperre Pöhl
Die
Talsperre Pöhl ist bekanntermaßen mit ihren Buchten und den umgebenden Bergen
ein kompliziertes Segelrevier. Trotzdem fahre ich immer gern hierher. Es sah
aber lange nicht danach aus, dass ich in diesem Jahr hier starten kann. Doch
dann packte meinem Schotten der Ehrgeiz, und so änderte er seine
Urlaubsplanung. Dazu musste er jedoch vorher noch seine Frau überzeugen. Was
ist schon ein Urlaub in Frankreich gegen ein Segeln mit der Ixylon bei der SG
Reichenbach!?
Ich
kam am Sonnabend gegen 10.00 Uhr an. Mein Schotte war bereits vor Ort. Da der
erste Start um 13 Uhr angesetzt war, konnte das Boot in aller Ruhe aufgebaut und
vorher noch das Mittagessen eingenommen werden. Es herrschte Sonnenschein und
Wind von 1 - 4 Bft. Wir verpassten den Start um ca. 1 Minute und belegten
dennoch Platz 2 hinter Medtech (XY 1940 – Weigel/Böhm) und vor Schnieps (XY
22 – Küttner/Küttner). In der 2. Wettfahrt waren wir wieder nicht
rechtzeitig an der Startlinie. Es gewann für mich überraschend der
Schleifstein (XY 3161 - Knüpfer/Knüpfer) vor der Mehlkiste (XY 1511 - Bundel/Scholz)
und uns. In der 3. Wettfahrt fuhren wir auf der 1. Kreuz auf den 1. Platz vor.
Auf dem Vorwindkurs segelte dann Medtech über ganz links vom vierten oder fünften
auf einen sicheren 1. Platz vor. Auch die Mehlkiste fuhr links an uns
vorbei. Ursache war ein sehr deutlicher Rechtsdreher, den ich hier vorher nicht
beobachtet habe. Es war immer umgekehrt. Auf der 3. Kreuz bemerkte ich, dass
unser Boot von der Geschwindigkeit her nicht ganz konkurrenzfähig war. Weil ich
das vorher und auch am nächsten Tag nicht so empfand, nehme ich an, dass wir
auf der 2. oder Anfang der 3. Kreuz in Ufernähe Wasserpflanzen mit dem Ruder
geerntet haben. Trotzdem gelang es uns auf Platz 2 vorzufahren und diesen Platz
zu halten. Zieleinlauf: XY 1940 vor XY 3164 und XY 1511. Der Gesamtstand des
ersten Tages versprach Spannung für die 4. Wettfahrt am Sonntag. Es
konnten 4 Boote den Gesamtsieg holen. Aber vorher war am Abend erst einmal Disko
mit Tanz.
Am
nächsten Morgen gab es mit Wind aus West eine neue Wettkampfsituation. Nach der
Startkreuz lagen wir auf Platz 1. Aber beim Spisetzen am Gunzenberg ging er an
XY 1511 verloren. Den Abstand, den hier die XY 1511 herausfuhr, konnten wir
nicht mehr aufholen. Auf der 3. Kreuz überholte uns die XY 1940. Dann blieb sie
an der Raumtonne mit der Spischot ganz fürchterlich hängen und fiel auf Platz
4 zurück. Durch einen taktischen Fehler von mir, wegen eines vor der Ziellinie
liegenden Motorbootes, und gleichzeitig durch einen meines Schotten, er stellte
die Genua sehr viel zu locker, weil er nach den uns verfolgenden Damen schaute,
sind wir noch von Nervenfutter (XY 60 - Sende/Jahn) überlaufen worden (Sie
haben das Motorboot einfach verscheucht). Es siegte XY 1511 vor XY 60 und XY
3164. Mit Platz 4 sicherte sich XY 1940 den Gesamtsieg vor XY 1511. Dazu
herzlichen Glückwunsch.
Es
nahmen 135 Besatzungen in 8 Klassen teil. Bei den Ixylon waren es 14. Es ging
damit auf dem See teilweise sehr eng zu. Ich kann zusammengefasst sagen: Es war
eine sehr spannende und gelungene Veranstaltung.
Bemerkenswert:
Dem Veranstalter gelang es irgendwie, die Schwachwindphasen mit Windstärke 1
weitgehend aus den Wettfahrten auszublenden.
Gerd
Hermann XY3164 
|